Verreist wird derzeit nicht © APA - Austria Presse Agentur

Immer mehr große Unternehmen nutzen die Möglichkeit der Kurzarbeit für ihre Mitarbeiter. Die Verkehrsbüro-Gruppe, Österreichs größter Tourismuskonzern, hat alle 3.000 Mitarbeiter in Österreich zur Kurzarbeit angemeldet. Bei McDonalds Österreich ist ein Großteil der 9.600 Beschäftigten betroffen. Nicht alle Franchisenehmer sollen mitgezogen haben, hieß es.

Die Anträge für die Verkehrsbüro-Holding sowie für die operativen Tochtergesellschaften Ruefa, Eurotours, Verkehrsbüro Business Touristik, die Verkehrsbüro Hotellerie und Palais Events mit dem Cafe Central wurden bei den AMS-Stellen eingebracht. Betroffen seien alle 3.000 in Österreich tätigen Beschäftigten, sagte Unternehmenssprecherin Andrea Hansal zur APA. Bei den meisten betrage die Reduktion 90 Prozent, bei einigen 50 Prozent.

"Wir starten mit der Kurzarbeit ab 1. April 2020 für vorerst drei Monate", sagte Vorstandschef Martin Winkler. "Eine Verlängerung um weitere drei Monate werden wir zu gegebener Zeit prüfen."

Die Dienstleistungsgewerkschaft vida zeigte sich über die Einigung bei McDonalds erleichtert. "Tausende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter konnten in die Corona-Kurzarbeit gebracht werden und behalten ihre Jobs. Ich bedanke mich für die sehr sachliche Vorgangsweise aller Beteiligten", so Berend Tusch, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Tourismus. Man dürfe nicht vergessen, dass es sich bei den Franchisenehmerinnen und -nehmern bei McDonald's "eigentlich um lauter KMUs handelt".

Und auch die Fastfoodkette äußerte sich zufrieden: "Wir freuen uns darauf, dank des Kurzarbeitsmodells bei Wiederaufnahme des Betriebs sehr rasch wieder mit einem hoch motivierten Team durchstarten zu können."